Working-Mom-Blog: Special Topics

Kill your stupid rules!

Das Thema Gewohnheiten ist ein besonders spannendes. Es gibt dabei nämlich zwei Seiten zu betrachten: Wie etabliert man hilfreiches neues Verhalten und wie legt man limitierende Muster ab?

In beiden Fällen kommt es darauf an, offen für Veränderung zu sein; und eben auch offen dafür, gewohnte Regeln über Bord zu werfen, die man über lange Zeit hinweg einfach befolgt hat. Das ist deshalb nicht so ganz easy, weil diese Muster häufig sehr vertraut sind, deshalb Sicherheit und Orientierung bieten und uns oft auch gar nicht bewusst sind. Aber kann diesen Support nicht auch eine neue Regel bieten?

Zunächst: Rituale und Regeln sind wichtig. Gerade der Alltag mit Kindern ist im Freestyle-Modus nur schwerlich zu bewältigen, zumindest sobald die Anzahl der einzuhaltenden Termine größer als zwei ist und das dreckverschmierte Kindergesicht vor der U-Untersuchung zumindest grob gereinigt werden soll, bestenfalls sogar ohne Zuhilfenahme der mütterlichen Bluse. Gerade aber in diesen minutiös getakteten Prozessketten zwischen Konferenzcall und Kita, zwischen Eisdiele und Einwahldatensuche stolpern wir häufig über gedankliche oder auch gern mal sehr laut ausgesprochene Motzereien, die eingeleitet werden mit „Immer das gleiche mit…!“,  „Könnt Ihr nicht einmal…?“, „Haben wir schon wieder nicht…?“

Ha. Und genau da heißt es ab nun „Aufgemerkt!“. Muss es denn wirklich IMMER so laufen? Warum ist es denn immer das gleiche? Und dann die gnadenlose Frage: „Könnte es denn auch anders sein?“ Ich verspreche Dir: in den meisten Fällen gibt es ein anderes „Wie“ – und wenn´s gut läuft, sogar ein anderes „Was“. Und hier setzen wir heute mal an mit: Kill your stupid rules! Wenn wir uns genau überlegen, welche tiefsitzenden Überzeugungen, Glaubenssätze, Erfahrungen usw. hinter unseren Routinen stecken, finden wir auch die Schräubchen, an denen wir drehen können, um uns das Leben ein wenig leichter und entspannter zu gestalten. Einer meiner Glaubenssätze ist z.B. „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!“. Bei genauerer Betrachtung ziemlich spaßbefreit (und kontraproduktiv, wenn man andererseits Weisheiten über Selbstfürsorge und Metime-Inseln von sich gibt). Ein konkretes Beispiel: Unsere Samstagsvormittagsroutine ist, dass die Kinder fernsehen dürfen (sorry, ist ja hier kein Erziehungsratgeber-Blog…). Mein Mann macht da meist irgendwelchen Orgakram und ich widme mich hingebungsvoll meinem „Lieblings“-To-Do: Abtragung der Wäscheberge. Wenn dann nach Erledigung meiner Aufgaben von der Kinder-Medienzeit (wer hat dieses tolle Wort eigentlich erfunden?) noch was übrig ist, so denk ich mir, werde ich bei Tageslicht in einem Buch lesen. Natürlich ist von der Medienzeit nix übrig, sobald ich die letzte Aufgabe des Sockenmemories gelöst habe. „IMMER das gleiche; Zeit für mich bleibt WIEDER nicht.“ Motze ich dann in mich hinein und den ein oder anderen Mitbewohner an. Ziemlich doof von mir für mich. Daher lautet die neue Routine: direkt ab mit dem Buch in den Sessel, sobald die Kinder beschäftigt sind, und wenn die Mutter-Lesezeit aus ist, wird mit den Kindern die Wäsche gemacht. Und dabei versuche ich eben, so lange es geht, den Entspannungszustand aufrecht erhalten. Aber hey, was mir keiner nehmen kann: ich hab heut schon gelesen! 
Welche Deiner inneren Regeln möchtest Du in Angriff nehmen? Wenn Du magst, können wir uns zusammen anschauen, welche Routinen in Deinem Alltag möglicherweise auch anders sein dürfen. Melde Dich gern, dann sprechen wir einfach mal drüber.

Agiles Projektmanagement für Working Moms

Der Alltag als berufstätige Mutter birgt die ein oder andere organisatorische Herausforderung. Allein mit der Koordination der gefühlt 1.000 Topics aus diversen Themenbereichen könnte man sich schon mal einen halben Tag lang beschäftigen, aber die Zeit steht nunmal nicht zur Verfügung, die braucht man, um die anstehenden Aufgaben abzuwickeln.  Da ich großer Fan von agilen Arbeitsmethoden bin, habe ich mir mal Gedanken gemacht, welche agilen Prinzipien sich besonders gut für den Working Mom Alltag eignen, um Beruf und Kids gut parallel zu wuppen – wenn man sich gerade nicht klonen kann.

1. Stop Starting, start finishing
Oft ertappe ich mich, wie ich morgens mit Zahnbürste und nur einem geschminkten Auge dem Bub hinterherrenne und so gut es geht nuschle, er möge sich anziehen, während ich mit der anderen Hand einen Prinzessinnen-Zopf in die Haare der Tochter zaubern will und dabei auf meinen Handykalender schiele, wann der erste Call losgeht. Kennt wer? Multitasking führt nicht immer zum Ziel, daher: eins nach dem anderen beenden. Auch wenn Du das Gefühl hast, Du musst etwas Neues anfangen, damit Du es nicht vergisst: widerstehe dieser Versuchung, denn Du wirst das vergessen, was Du dafür unterbrochen hast. Und am Ende platzt der Kopf, zumindest, wenn es über die Aufgaben der morgendlichen Routinen hinaus geht. Spätestens am Nachmittag, wenn es heißt Haushalt meets Kinderbetreuung meets Homeoffice meets alle anderen organisatorischen Dinge im Leben: dann lieber kurz notieren, was alles zu tun ist (empfehle dafür eine klassische parat liegende Paper-Pencil-Todoliste, die gute alte Schiefertafel an der Wand oder eine sprachgesteuerte Notiz-App) und dann bei dem bleiben, was Du gerade tust. Das erfordert Übung, weil es eine neue Routine ist (auch für die Kinder!), aber die Mühe lohnt sich, weil Du mehr Klarheit und Erfolge durch abgeschlossene Prozesse erlangst (man kann dann so super abhaken, I love it!). Womit wir schon beim nächsten Punkt sind:

2. Verbessere Deine Prozesse
Hinterfrage regelmäßig (z.B. jeden Abend oder immer am Wochenende) Deine Routinen und mache sie passender für Dich. Überleg mal, welche Dinge Du täglich tust. Und welche Dinge davon tust Du gern? Wie wäre der Rest  besser zu bewältigen? Was könnte auch anders sein? Was, wenn es anders wäre? Ich war z.B. vom Anziehprozess morgens extrem genervt. Nun packe ich mit den Kindern immer sonntags 5 Boxen für die Klamotten der Woche (ich lasse sie das selber aussuchen und korrigiere dann später ein wenig nach, falls ein Tag ohne Unterwäsche geplant wurde…). So muss ich nicht jeden Tag Garderobiere spielen, spare mir den ein oder anderen Motz-Anfall und die Kinder sind mit Teil des Prozesses und fühlen sich beteiligt. Womit wir schon beim nächsten Punkt sind:

3. Arbeite im Team
Schluss mit Alleinunterhalterin und Einzelkämpfertum: Deine Kids sind in Deinem Team. Dein/e PartnerIn auch. Deine KollegInnen auch. Arbeite mit ihnen zusammen und versuche niemandem zu beweisen, dass Du alles alleine schaffen kannst. Warum solltest Du auch? Wer sollte das erwarten? Das kann erstmal einen kleinen Mindset-Shift bedeuten, auf den Du Dich ruhig einlassen kannst. Wenn Du magst, unterstützte ich Dich dabei gern. Damit teilst Du nämlich Verantwortung und nimmst Dir Druck raus. Deine ArbeitskollegInnen werden dankbar sein, wenn sie wissen, wie sie Dich unterstützen können. PartnerInnen sind auch froh, wenn die Aufgabenverteilung klar ist und sich gerecht anfühlt. Und die Kids haben oft richtig coole Ideen, was wir unternehmen oder kochen könnten, da muss man sich nicht selber den Kopf zerbrechen, nur vielleicht ein wenig offen für ungewöhnliche Aktionen sein. Jedenfalls sind Transparenz und offene, kollegiale Kommunikation dabei wahre Wundermittel, damit jeder weiß, woran er ist und welchen Beitrag er leisten kann. Womit wir schon beim letzten Punkt sind:

4. Mach Deine Arbeit sichtbar
Die Visualisierung Deiner Aufgaben hilft zunächst, um zu sehen, wieviel überhaupt zu tun ist und was Du alles schaffst. Dafür allein erstmal ein großes WOW und Applaus! Weiterhin hilft es Deinen Mitmenschen dabei, einschätzen zu können, wie beschäftigt Du bist und was alles in Deinem Kopf los ist. Ein paar – äh: eher ein Haufen – Post-its an der Wand, eine Tafel in der Küche, Einträge in Deinen Outlookkalender, was auch immer für Dich passt: Schreib auf, was Du tust und zeig es her. 
Mit einem etwas distanzierteren Blick (nämlich von außen, nicht nur in Deinem Kopf) auf Deine To-Dos wirst Du auch erkennen, wofür andere Leute Verantwortung übernehmen können, welche Dinge Du mit den Kindern zusammen machen kannst und welche Rahmenbedingungen Du im Job angepasst bräuchtest, damit Deine Prozesse smoother laufen können. Ich habe meine Kinder-Zeiten mittlerweile auch offen in meinem Arbeitskalender. So verhindere ich, dass ich mich rechtfertigen muss, warum ich zu einem bestimmten Termin nicht kann. Die KollegInnen fragen zu diesen Zeiten einfach gar nicht erst an, weil sie sehen, dass ich da die Kinder habe und darauf Rücksicht nehmen möchten. Das nimmt mir emotionalen Stress und ich kann mich in dieser Zeit auf die Kinder konzentrieren. So brauche ich nicht in Multitasking zu verfallen und während des Puppenspiels zu versuchen, mein Arbeitshandy in die Story einzubauen, um unauffällig meine Mails zu checken. Womit wir wieder bei Punkt 1 sind…

Warum ich jongliere?

Weil sonst alles runterfallen würde!
Kennst Du sicher auch: einen Haufen Aufgaben auf der To-Do-Liste und erstmal keinen ganz genauen Plan, wie Du das jemals alles heute schaffen sollst. Irgendwie kommst Du aber durch den Tag, hältst alle Bälle in der Luft und nix geht schief. Abends bist Du dann völlig erschöpft, kannst Dich an das ein oder andere Erledigte nicht mehr erinnern und der pure Gedanke daran, jetzt eine Entspannungstechnik anzuwenden versetzt Dich in schallendes inneres Gelächter. Äußerlich zuckt ein Mundwinkel fast unmerklich, bevor Du in einen tiefen Kurzschlaf versinkst.

Mit meiner Intervention „Die Jonglierübung“ kommst Du in drei Schritten zu mehr Klarheit und in eine ressourcenschonende Performance. Schritt 1 verhilft Dir dazu, alle Deine Aufgaben zu visualisieren und in Beziehung zueinander zu setzen. Boah – ziemlich viel, das da auf der Uhr ist, oder? Schritt 2 deckt Hilfestellungen auf, wie Du das Geflecht Deiner Jonglierobjekte entwirren und entschlacken kannst. Du darfst es Dir auch leicht(er) machen, trau Dich! Den dritten Schritt nenne ich ganz bold „Die Erleuchtung“: hier findest Du durch Deine Reflexion und die richtigen Fragen zu mehr Klarheit, verstehst, was Dir im Weg steht, und gehst z.B. der Überlegung nach, warum es so schwierig ist, manche Sachen zu delegieren. Du kannst Dir hier das Template dafür downloaden und die Übung entspannt für Dich durchführen. Wenn Du den Erleuchtungs-Schritt mit mir wagen willst, melde Dich gern ganz unverbindlich, dann besprechen wir, wie wir das angehen können. Meine Nummer ist 0176 618 549 88.

Working Moms´ Energy Boost

Mit der Energie ist es ja so eine Sache. Entweder man hat zu wenig davon oder einen Energieüberschuss (ok, das trifft meistens eher auf die Kinder zu). Manche Dinge rauben Energie: Energievampire. Es gibt Energieriegel und Energy-Drinks. Hausgeräte haben Energielabel. Laptops versetzen sich in einen Energiesparmodus. Ganz groß ist das Konzept der erneuerbaren Energien. Alternative Energien ist das Stichwort: Windmühlen erzeugen Energie. Und manchmal kämpft man gegen Windmühlen, das kostet Energie. Gut wäre, wenn meine innere Windmühle ausreichend Energie für mich bereitstellt. Bleibt nur die Frage, wie ich ordentlich Windkraft ins System bringe? Und wie reduziere ich gleichzeitig meinen Gegenwind?

Gerade finde ich das Leben nicht nur deshalb anstrengend, weil so viele Dinge gleichzeitig zu tun sind, sondern weil meine gewohnten Energiequellen nicht mehr zur Verfügung stehen: Besuche bei Freundinnen, ausgelassene Abende in Restaurants, SPA-Bereiche, Yoga-Studio, Urlaub – ein Haufen Dinge, die normalerweise meine Akkus aufladen, fallen momentan weg und müssen ersetzt werden. Neue Energiequellen sind jetzt Nachtwanderungen, Wine-Zooms und eine höhere Frequenz an Badetagen in meinem DIY-SPA (siehe mein Beitrag „Moms against Coronablues“ unten).

Gleichzeitig sind da Dinge, die einfach nervig sind und mir deshalb Energie rauben. Die sollen bitte weniger werden. Das können ganz banale Dinge sein. Bei mir sind das Brotzeitboxen. Es nervt mich unwahrscheinlich, jeden Morgen Brotzeitboxen für die Kinder herzurichten und mir dabei (wie bei Marketingausgaben) zu überlegen, welche 50% davon wahrscheinlich vergebens sein werden. Seit ich diese Aufgabe auf die To-Do-Liste meines Mannes verhandelt habe, ist mein Morgen um einiges energievoller, einfach, weil ich mich weniger aufregen muss. Man darf sich das ein oder andere schon auch mal leichter machen.

Für Deinen persönlichen Energiecheck, welche Dinge Du aus Deinem Leben aus- und welche Du einladen möchtest, habe ich Dir ein Sheet zum Download gebastelt. Nimm Dir ein paar Minuten, die Fragen auszufüllen. Schreib Dir ganz konkret zumindest eine Sache pro Seite auf, die Du in der kommenden Woche weglassen oder verstärken willst.

Wenn Du mit mir zusammen daran arbeiten magst, Deine Energiefresser zu reduzieren und Deine Energiequellen anzuzapfen, dann schreib mir gern eine E-Mail an kathrin@all4mom.de oder eine Whatsapp unter 0176 618 549 88. Energy flows, where attention goes!

Working Moms against Coronablues

Coronablues. Mit diesem Wort wurde ich in der vergangenen Woche sowohl in meinem Working- als auch in meinem Mom-Leben häufig konfrontiert. Die Leute haben Coronablues. Womöglich sind wir jetzt an einem Punkt, an dem wir schon zu lange mit der Unsicherheit und den Einschränkungen leben und an dem die Aussicht auf Besserung so gar nicht in greifbare Nähe rücken mag. In diesem Zustand müssen wir echt gut auf uns Acht geben, damit wir nicht resignieren, sondern optimistisch bleiben. Leichter gesagt… I know… Ich habe trotzdem mal aufgeschrieben, wie wir uns ein bisschen selbst helfen können, wenn schon nicht die gute Fee um die Ecke kommt. Wer mich kennt, der ahnt, was herausgekommen ist: eine Matrix! 

Es ist komplex. Herausforderungen bestehen für uns working Moms im Berufsleben, im Leben mit den Kindern und darin, dass das Me-Time-Leben an sich überhaupt einen Platz findet. Die notwendigen Impulse darauf sind ebenso wenig eindimensional und finden sich auf Körper-, Geist- und Herzebene. Daraus ergibt sich folgendes Vorschlagsportfolio:

Working Life

Body:
Trink ordentlich Wasser. Es klingt so wahnsinnig banal, aber Kopfschmerzen, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Schwindel und so viele weitere Unpässlichkeiten lassen sich mildern, wenn Du ausreichend trinkst. Daher morgens gleich ein großes Glas trinken. Erster Haken a Dann mit Karaffe an den Laptop setzen und auf einem Post-it stricheln, wieviel Wasser Du getrunken hast. 
Weiterhin kannst Du Dir Deine Yogamatte, ein paar Hanteln, ein Sprungseil – whatever – neben Deinen Arbeitsplatz legen. Wann immer Du einen Moment zwischen zwei Calls hast oder von der Toilette kommst (finde Deinen passenden Moment dafür), machst Du zwei oder drei Übungen, nach denen Dir eben gerade ist. Das kann ganz kurz sein. Es geht nicht um die Optimierung Deiner Grundlagenausdauer und extremen Muskelaufbau, sondern darum, Deinen Körper zu spüren und aus der gebückten Schreibtischhaltung herauszukommen, damit Deine Energiebahnen wieder fließen.

Mind:
Fordere Deinen Geist. Das geht sehr gut mit Webinaren oder Fachartikeln zu einem Thema, das Du für Deinen Job brauchst. Wenn Du etwas Neues gelernt hast, fühlst Du Dich gleich viel schlauer und das macht happy!
Versuche täglich, zumindest an einer Ecke aus Deinen Routinen herauszukommen. Gerade im Job haben wir oft stark routinierte Abläufe, die uns aus der Achtsamkeit bringen. Dann erscheinen Aufgaben eintönig und die Motivation geht auf Reisen. Mach Dinge bewusst anders. Übernimm Aufgaben, die Du noch nicht 100% kannst. Bring Dich in Situationen, die Dein Gehirn herausfordern und nicht den Autopiloten anschmeissen. Du kannst das mit dem vorherigen Vorschlag kombinieren: Beginne Deinen Tag nicht mit Outlook, sondern mit dem Lesen eines Artikels. Dein Gehirn wird sich erst wundern – und dann freuen!

Heart:
Schreibe nette Antworten auf die Mails, die Du bekommst. Auch auf die, die eigentlich keine Antwort erfordern. Mal extra Danke sagen, KollegInnen Anerkennung aussprechen für ihre Arbeit und mitteilen, dass die Zusammenarbeit mit ihm/ihr schön ist – hau raus mit den Komplimenten, das tut nicht nur den Empfängern gut, sondern auch Deiner Seele.
Verabrede Dich mit Deinem Team zu einem virtuellen Feierabendtalk. 30 Minuten reichen. Tauscht Euch aus über das, was Euch bewegt. So entsteht eine neue Offenheit im Team. Es tut so gut zu hören, dass man nicht allein ist mit seinen Gedanken und Wahrnehmungen.

Mom´s World

Body:
Tanze mit Deinem Nachwuchs. Musik laut drehen und ab geht die wilde Party. Im Kinderzimmer sieht Dich niemand, wobei „Licht aus“ auch gutes Disco-Feeling macht und zu experimentellen Bewegungsmustern ermutigt. Die Kinder lachen sich kaputt und freuen sich, wenn Muddi Gas gibt. Fortgeschrittene Mütter schaffen es, dass sie den Kindern ihre eigenen Lieblingssongs als notwendige Beschallung verkaufen, dann muss man sich noch nicht mal der Herausforderung des Ausdruckstanzes zu „Wheels on the bus“ stellen. Geht aber natürlich auch! Round and round…
Nicht nur fleißig lüften, sondern auch mal in echt an die Luft rausgehen. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist es spannend, mal eine Abend-/Nachtwanderung mit Taschen- und Stirnlampe zu machen – dann geht die Nacht halt um 18.00 Uhr los. Das macht nicht nur die Kinder bisschen müde (höhö), sondern gibt auch uns einen Frischekick, den der Körper nach einem Tag am Laptop einfach gut gebrauchen kann. Wer tagsüber Zeit hat, der kann auch super Spaziergänge zum Bäcker einplanen und eine Runde Krapfen springen lassen – da freut sich der Body auch!

Mind:
Variiere Deine Vorlese-Literatur und setze öfter Bücher ein, aus denen auch Du was lernen kannst. Wie fit bist Du schon im Weltall, auf der Ritterburg und was weißt Du über Wale? Das ist anfangs vielleicht etwas ungewohnt, weil der Geschichten-Charakter nicht gegeben ist, aber die Kinder finden´s auch spannend, zum neuen Wissen eigene Stories zu erfinden. Für Dich bleibt das Gefühl, etwas für Deinen Geist getan zu haben. Win-Win. Außer natürlich für Conny, die mal eben in die Pause geschickt wurde. Sorry.
Super Gehirnjogging ist auch eine gemeinsame Rätselstunde. Ich habe erst vor Kurzem wieder Sudoku et al. für mich entdeckt. Macht riesig Spaß. Besorg zusammen mit dem Nachwuchs für jeden ein Rätselheft und dann geht´s zusammen ans Knobeln – jeder in seinem Level und für die Kompetitiven ruhig auch mal auf Zeit.

Heart:
Für die Seele ist im Mutteralltag meiner Erfahrung nach am besten abends Zeit. Wenn Ihr ein Schlaflied-Ritual habt, probier doch mal ein Yoga-Mantra statt „Schlaf, Kindlein, schlaf“ aus. Kinder lernen das schnell (Du vorher ganz fix über YouTube) und finden es beruhigend, wenn sich die Zeilen immer wieder wiederholen. Du kannst diese (Kuschel-)Zeit dann auch ein wenig meditativ für Dich nutzen. Augen zu und ommmmm…
Balsam für die Seele ist es bekanntlich, sich zu sagen, was man aneinander mag. Mach das regelmäßig mit Deinen Kindern. Es ist unglaublich, was den Kleinen da einfällt. Meine Tochter mag mich, weil ich so schöne Arme habe. Ist doch was! Das eignet sich auch prima als Tagesabschluss. Variieren kannst Du, indem Ihr darüber sprecht, was der/die andere heute toll gemacht hat, was der/die andere besonders gut kann oder was Ihr morgen schönes (zusammen) macht.

Me-Time

Body:
Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ich vermisse alles, was mit SPA, Beauty, Wellness usw. zu tun hat WAHNSINNIG! Daher ist „Do it yourself“ angesagt: 1. Badezimmer zusperren 2. Badewasser inkl. Duftzusatz einlaufen lassen 3. Gesichtsmaske drauf 4. Eintauchen 5. Augen zu. Dabei ist es unerlässlich, dass die Kinder beschäftigt sind und am besten nicht wissen, dass Du im Badezimmer bist. Es ist völlig legitim, sich dafür für zwei Stunden eine/n Babysitter/in zu engagieren, auch oder gerade, wenn Du das tagsüber machen kannst.
Komm doch auch mal wieder ins Schwitzen. Das tut dem Körper einfach gut und hilft, angestaute Energie abzulassen. Wenn Du der Joggingtyp bist, nimm Dir dafür wieder mehr Zeit. Wenn Du lieber drin bleiben magst, such Dir ein Workout-Video, das Dich indoor ins Schwitzen bringt. Oder bleib beim vorherigen Tipp – einfach mit sehr heißem Wasser…

 Mind:
Bilde Dich weiter – auf einem Gebiet Deiner Wahl. Hervorragend eignet sich eine gedruckte Tages-/Wochenzeitung. Ja, richtig: Kauf Dir eine Zeitung aus Papier und nimm Dir Zeit, diese durchzublättern und die Teile rauszusuchen, die Dich wirklich interessieren. Und dann lies. Eine Stunde.
Wenn Du neuen Input lieber unterwegs oder mit geschlossenen Augen aufnehmen willst, hör Dir Sachbücher (oder Zusammenfassungen davon) an. Versuche immer öfter, neue Gedanken, neue Themen, neue Inspiration aufzusaugen. Da bleibt der Kopf fit und Du spürst, dass Du etwas für Dich getan hast. So bekämpfst Du das „Ich verblöde im Lockdown“-Gefühl.

Heart:
Spread love! Schreib Deinen Freundinnen mal, dass Du sie vermisst. Auch denen, von denen Du in Lockdownzeiten schon lange nichts mehr gehört hast. Nimm Dir Zeit, in Ruhe (und mit einem Glas Wein) zu telefonieren. Und weil gerade so wenig passiert, einfach in Erinnerungen schwelgen, was man früher zusammen erlebt hat. Daraus lässt sich wunderbar Hoffnung schöpfen, dass wir irgendwann wieder tolle Momente miteinander verbringen werden. Cheers!
Schreib positiv! Ehrlicherweise habe ich die Wirkung des Journalings bis vor Kurzem komplett unterschätzt und als weiteren Hype abgetan. BUT: it works. Die moderne Form des Tagebuchschreibens hilft sehr, Gedanken zu sortieren, sich zu fokussieren und in eine positive Stimmung zu kommen. Du kannst Dir dabei aussuchen, ob Du das auf Papier oder im Smartphone machst, ob Du Dir bestimmte Fragen (z.B. Was hat mich heute erfreut? Wofür bin ich dankbar? Was möchte ich als nächstes tun?) täglich stellen möchtest oder ob Du einfach drei Minuten lang völlig ungebremst niederschreibst, was Dir gerade in den Sinn kommt. Dieses Ausspeichern entspannt sehr. Und wenn Du Dir vornimmst, immer mit einem positiven Gedanken zu enden und den mit in den Schlaf zu nehmen, wirst Du es auch schaffen, den nächsten Lockdown-Tag mit Optimismus zu gestalten. Ich drück Dir von Herzen die Daumen dafür!

Wenn Du mit mir darüber sprechen magst, wie der ein oder andere Vorschlag in Deinem Leben umgesetzt werden könnte, schick mir doch eine (Sprach-)Nachricht an 0176 618 549 88.
Ich freue mich, mich mit Dir darüber auszutauschen.

Working Moms im (Lockdown-) Home-Office

 

 Egal, ob Lockdown oder nicht: das Leben (bzw. die 99 lives) einer berufstätigen Mutter zu wuppen ist schon was für Fortgeschrittene. Bei den gefühlt 1000 Aufgaben zwischen Homeoffice, Homeschooling, Homeeverything auch mal ab und zu an seine Grenzen zu kommen ist dabei völlig normal und auch ok. Jedoch lässt sich die Frequenz der „Ich mag jetzt gleich nicht mehr“-Attacken reduzieren und dadurch das ein oder andere Quäntchen Energie sparen, das man an anderer Stelle gut brauchen kann. Hier sind fünf Vorschläge, wie das Stück für Stück gelingen kann:      

  1.  Gesundheit first: Wenn Du Dich nicht wohl fühlst, liegen Deine Nerven schneller blank. Ist einfach so. Also kümmere Dich um Deinen Körper: iss gesunde Dinge (nicht nur, aber integriere bewusst gesundes Essen), beweg Dich (und wenn´s nur zwischendrin Treppensteigen ist), trinke viel Wasser und sorge für frische Luft. Versuche auch Deinen Geist zu beruhigen; Nervosität und Angst schwächen das Immunsystem und das muss jetzt gerade besonders gut arbeiten. Daher such Dir eine Entspannungsmethode, die Du gern magst, und stell Dir selbst einen fixen Termin dafür ein. Ich kenne niemanden, der es bereut hat, sich fünf Minuten entspannt zu haben.
  2.  Hübsch machen: Sorge für eine schöne Umgebung, sowohl an Deinem (Home-)Office-Platz als auch in Deiner Wohnung. Miste aus, was unnötig Platz wegnimmt und Dich eh schon immer stört, kauf Dir Blumen, sprüh Duftspray in die Luft, damit es gut riecht, stell Postkarten mit schlauen Sprüchen auf… Was auch immer Du gern magst: Mach mehr davon, damit Du Dich im Außen wohl fühlst. Dann wird es viel leichter, auch im Innen Ruhe und Zufriedenheit zu finden. Und: mach Dich ruhig auch mal hübsch für Dich! Ne echte Hose statt Leggings und ein bisschen Lippenstift, den man zuhause ohne Maske wenigstens sieht, haben auch sehr motivierende Wirkung!
  3.  Choose your battles: Du musst nicht alles ausfechten. Manche Dinge sind eben, wie sie sind. Setze Prioritäten und Dich nur für die Dinge ein, die Dir wirklich wichtig sind. Kinder müssen baden, ok, aber wenn mal eine halbe Packung Shampoo dabei drauf geht – so what?!
  4.  Transparenz für alle: Niemand kann zwei Sachen gleichzeitig gleich gut machen. Widme Deine Zeitslots explizit bestimmten Aufgaben und teile allen Beteiligten mit, ob gerade Kinder- oder Arbeitszeit ist. Auch wenn es richtig schwierig ist, versuche Deine verschiedenen Aufgaben nacheinander zu erledigen. Wenn Kinderzeit ist, bleibt der Laptop zu und das Handy weg. Kommuniziere Deine Kinderzeit an Deine KollegInnen und blocke Deinen Kalender dafür genauso wie für einen Arbeits-Termin. Erstmal fühlt sich das möglicherweise komisch an, aber trau Dich einfach! Das fällt Dir leichter, wenn Du Dich in Deiner Arbeitszeit voll konzentrieren kannst. D.h. nimm Hilfe in Anspruch (PartnerIn, Großeltern, Nachbarn, Babysitter, andere Familien, die Sendung mit der Maus…), um in Deiner Arbeitszeit die Kinder vor Langeweile zu bewahren. Danach bist Du wieder nur für sie da.
  5.  Nichts muss funktionieren: Auch Du nicht. Auch nicht die Kinder. Auch sonst niemand. Gerade in solch angespannten Zeiten müssen wir uns nicht auch noch selber Druck machen. Daher übe Dich in Gelassenheit, sei nachsichtig mit Deiner Umgebung und vor allem auch mit Dir. Man kann sich auch sehr gut im Wohnzimmer entspannen, wenn sich in der Küche das Geschirr stapelt – habe ich von meinem Mann, einem working dad, gelernt…

Wenn Du magst, schauen wir uns zusammen an, wie Du diese Vorschläge für Dich anpassen und in Deinen Alltag einbauen kannst. Melde Dich einfach, dann besprechen wir das: kathrin@all4mom.de

 

So gute Vorsätze und dann ist immer plötzlich Ende Januar...

Auch wenn man sich vornimmt, sich mal nichts vorzunehmen, ist da ja manchmal doch so eine kleine Hoffnung im Hinterkopf, dass im neuen Jahr alles – wenn schon nicht ganz anders, aber zumindest – ein bisschen besser werden soll. So. Und Zack. Bumm. Ist Ende Januar und irgendwie hat man netto doch mehr Schokolade als Obst gegessen, die Kinder für den eigenen Geschmack ein wenig zu lange fernsehen lassen, die Bewegung an der frischen Luft nicht wirklich maximiert und all die Bücher vom Christkind noch nicht mal bis zum Inhaltsverzeichnis geschafft. Warum ist das eigentlich so, dass wir die Dinge, die wir uns doch in bester Absicht für uns selbst vornehmen, dann doch nicht machen? Hier sind meine Gedanken und ein Lösungsansatz dazu:

Komplexe Sache. Zweifellos. Ein Grund für verworfene Vorsätze könnte ja sein, und wenn ich ganz ehrlich bin, ist das insbesondere in der causa „Schokolade vs. Obst“ bei mir der Fall, dass wir diese Vorsätze gar nicht wirklich wollen. Wir nehmen uns Verhaltensänderungen vor, die gesellschaftskonform oder im Trend sind (max. zwei Folgen Paw Patrol – pfffffffff), dreimal wöchentlich Sport (auch noch draussen? Bei Winter-Wetter! Ernsthaft?), Meditation und Achtsamkeit integrieren (echt stressig, immer an diese Entspannung zu denken) – you name it… Doch viel zu selten verankern wir diese schlauen Vorhaben an unseren persönlichen Bedürfnissen, die wirklich hinter den frommen Wünschen stecken. Warum will ich denn, dass meine Kinder nur 30 Minuten schauen? Weil sie doof werden sonst? Weil die von den Nachbarn auch nur zwei Folgen dürfen? Weil ich eine schlechte Mutter bin, wenn ich mich länger als 30 Minuten nicht um die Kleinen kümmere? Welche Glaubenssätze und Ansprüche an uns selbst stehen denn da dahinter? Und woher kommen die? Seit wann denke ich so und wer hat mir das so gelernt? Warum glaube ich das?

Um das herauszufinden müssen wir den gewünschten Zielzustand mit unseren Werten und Einstellungen abgleichen, um eine Antwort auf das Warum zu bekommen – und damit eine echte Motivation zu finden, durchzuhalten. Dann ist es nämlich kein anstrengendes Durchhalten mehr, sondern ein Gefallen, den wir uns selber tun, weil wir uns unseren Bedürfnissen annähern und zu unserer Mitte finden. Und das Beste: wenn wir keine Antwort auf die Frage finden, warum wir weniger Schokolade essen sollen, dann können wir den Vorsatz vergessen und einfach weiteressen – und zwar mit Genuss. Dafür machen wir dann halt öfter Sport… 

Wenn Du neugierig darauf bist, Dich näher mit Deinen Werten, Einstellungen und Glaubenssätzen zu beschäftigen, schreib mir – ich bin neugierig auf Dich: kathrin@all4mom.de

Weitere Coaching-Themen

Energievampire

Die Menschen in unserem Leben haben enormen Einfluss auf unser Wohlergehen; sie sind Teil unseres Systems. Und oftmals sind wir unzufrieden, obwohl in unserem individuellen Leben gerade alles gut läuft: es ist die negative Energie der Kollegen, des Partners, der Eltern, der Freunde oder der Kinder die zu uns rüberschwappt. Mitleid, Wut und schlaue Ratschläge machen die Situation oft noch schlimmer. Bleib bei Dir und konzentriere Dich auf Dich selbst: das ist die beste Chance, die Ihr gemeinsam habt.
#choosehappiness

Regretting Motherhood

Darf man sein Muttersein bereuen? Ein Tabu, über das man oft nicht spricht.  Nicht wenige Frauen haben aber diese Gedanken, was gewesen wäre, wenn sie keine Kinder bekommen hätten. Wäre dann einiges leichter, einfacher, besser? Und zugleich ist da diese große Liebe für die Kinder. Gerade Frauen, die das Muttersein bereuen, sind häufig besonders fürsorglich mit ihren Kindern und arbeiten sich im steten Bemühen, die ungewollten Gefühle zum Schweigen zu bringen, selbst auf. Dieser Zwiespalt kann sehr belastend sein und (Selbst)Vorwürfe helfen da auch nicht weiter. Lass uns einen Weg finden, wie Deine Lebenssituation so werden kann, dass Du gut damit umgehen kannst. 
#youareenough

Leseecke

Hier gibt’s bald ein paar Buchtipps zu den Themen, mit denen ich mich beschäftige und die mich für mein Müttercoaching und Karriereberatung für Frauen inspirieren.
#bücherliebe